Unabhängige Beschwerdestelle
Einladung

Möchten Sie sich über eine Unabhängige Beschwerde-
stelle informieren oder können Sie sich vorstellen dort als Betroffene/r oder Angehörige/r mitzuarbeiten?

Der Lankreis Fulda lädt zu einer Offenen Arbeitsgruppe
am Mittwoch, den 14. Februar ein. Lesen Sie hier.

Offener Kreis

Initiative von Psychiatrie-Erfahrenen, Angehörigen und Interessierten zur Verbesserung der öffentlichen Hilfen bei seelischen Erkrankungen im Landkreis Fulda



Selbsthilfe durch Aktion

Wir wollen: unser Erfahrungswissen austauschen,
etwas bewegen
und den Psychiatrieplan des Landkreises Fulda mitgestalten

Unsere Gruppe trifft sich 14tägig freitags

um 18.30 Uhr im Café Muck (Gebäude Sozialdienst katholischer Frauen)
Rittergasse 9
36037 Fulda

Bitte um Voranmeldung und für weitere Auskünfte

Kontakt: Tel. 0661/2 34 02    Hr. Peter
Tel. 0661/5 98 31    Fr. Bail
Internet: http://offenerkreis.de/

Termine

07.02.2018 Regionalkonferenz 15:30 - 17:00 Kreisgesundheitsamt
Otfrid-von-Weißenburg-Str.3
09.02.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
14.02.2018 Offene AG: Unabhägige Beschwerdestelle 16:00 Kreisgesundheitsamt
Otfrid-von-Weißenburg-Str.3
Multifunktionsraum im Untergeschoß
15.02.2018 TRIALOG Psychose-Seminar 18:00 - 20:00 Zitronenfalter
St.-Vinzenz-Str. 70
23.02.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
09.03.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
15.03.2018 TRIALOG Psychose-Seminar 18:00 - 20:00 Zitronenfalter
St.-Vinzenz-Str. 70
23.03.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
06.04.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
19.04.2018 TRIALOG Psychose-Seminar 18:00 - 20:00 Zitronenfalter
St.-Vinzenz-Str. 70
20.04.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
04.05.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
17.05.2018 TRIALOG Psychose-Seminar 18:00 - 20:00 Zitronenfalter
St.-Vinzenz-Str. 70
18.05.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
01.06.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
15.06.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck
21.06.2018 TRIALOG Psychose-Seminar 18:00 - 20:00 Zitronenfalter
St.-Vinzenz-Str. 70
29.06.2018 Gruppentreffen 18:30 Café Muck

Kurzvorstellung der Initiative Offener Kreis

Psychiatrieerfahrene und Angehörige setzen sich im Landkreis Fulda gemeinsam für Verbesserungen der öffentlichen Hilfesysteme bei seelischen Erkrankungen ein.

Wer wir sind – Selbsthilfe und Aktion

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die entweder selbst von seelischen Erkrankungen betroffen sind oder waren oder Angehörige von Erkrankten.

  1. Wir haben alle Erfahrungen mit der psychiatrischen Versorgung im Lankreis Fulda und sehen an vielen Stellen zum Teil dringenden Verbesserungs- oder Veränderungsbedarf.
  2. Wir wünschen uns einen anderen Umgang mit psychischen Erkrankungen in der öffentlichkeit, mehr Wissen, Aufklärung und Verständnis und dadurch mehr Möglichkeiten zur Vermeidung von Erkrankungen und bessere Genesungsaussichten.
  3. Uns ist klar, dass wir dies nicht alleine bewirken können, daher wollen wir an den Angeboten zur Mitarbeit in der „Regionalkonferenz” und ihrer Arbeitsgruppen teilnehmen.
  4. Darüber hinaus wollen wir auch weitere Initiativen zur Verbesserung anstoßen.

Dies unterscheidet uns von einer klassischen Selbsthilfegruppe.

Durch den Austausch untereinander und mit anderen im Hilfesystem, erweitern wir auch für uns unser Wissen und können uns und unsere Angehörigen besser verstehen und unterstützen.

Das verbindet uns mit einer klassischen Selbsthilfegruppe.

Die Gründung der Gruppe – Vertretung von Betroffenen und Angehörigen

Anfang August 2017 wurde ein neues Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in Hessen verabschiedet.
In dem neuen Gesetz ist vorgesehen, das Betroffene und Angehörige verstärkt in die Ausgestaltung der individuellen und der gemeindepsychiatrischen Hilfen miteinbezogen werden sollen.
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Landkreises Fulda hat bereits Mitte 2016 damit begonnen, Menschen zu suchen, die durch eine psychische Erkrankung direkt oder indirekt persönlich betroffen sind.
Diese sollten bereit sein, die Anliegen von Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Regionalkonferenz (siehe unten) aus ihrer Sicht vorzubringen und zu vertreten.
Zu diesem Zweck wurden Betroffenenvertretungen in Einrichtungen und Angehörigenorganisationen im Landkreis angeschrieben und zu Informationsveranstaltungen eingeladen.

So haben sich die ersten Mitglieder unserer Gruppe kennengelernt.

Die „Regionalkonferenz” des Landkreises Fulda – Anträge und Psychiatrieplan

Dieses Beratungsgremium des Landkreises hat die Aufgabe, Anträge zur Verbesserung der öffentlichen Hilfen bei seelischer Erkrankung und Behinderung sowie Suchterkrankungen auszuarbeiten, die dann dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausgestaltung eines Gesamtkonzeptes im Sinne eines Psychiatrieplans inklusive eines Suchthilfeplans.

Die Regionalkonferenz trifft sich zweimal im Jahr.

In ihr sitzen Vertretungen der Kostenträger, Hilfeanbieter und der medizinisch-therapeutischen Versorgung, also:

  1. des Gesundheitsamtes
  2. des Sozialamtes
  3. des Kreis-Job-Centers und
  4. des Jugendamtes von Stadt und Kreis Fulda
  5. der psychiatrischen Kliniken
  6. der Anbieter von psychosozialen Beratungsstellen
  7. von Betreuungseinrichtungen
  8. der Suchthilfe
  9. des Landeswohlfahrtsverbandes
  10. von Ärzten und Psychotherapeuten
  11. und nun auch von Betroffenen und Angehörigen

Seit Mai 2016 besitzt diese Konferenz eine Geschäftsordnung, die je eine beratende Vertretung von Betroffenen und Angehörigen vorsieht.
Unsere Gruppe stellt diese Vertreter und ist Ansprechpartnerin für den Sozialpsychiatrischen Dienst, der mit der Geschäftsführung der Regionalkonferenz beauftragt ist.

Die Arbeitsgruppen der Regionalkonferenz – Expertise und Erfahrung

Die konkrete Arbeit an der Verbesserung der öffentlichen Hilfen findet in den Arbeitsgruppen der Regionalkonferenz statt. Unsere Vertreterinnen und Vertreter müssen hier nicht überall selbst mitarbeiten. Vielmehr geht es auch darum Themen für Arbeitsgruppen, sowie geeignete Expertinnen und Experten für diese Arbeitsgruppen vorzuschlagen.
Daher ist es ein Ziel unserer Gruppe betroffene Menschen mit Expertenwissen als Beraterinnen und Berater in die Arbeitsgruppen zu entsenden, bzw. bei der Geschäftsführung anzuregen, entsprechende Menschen einzuladen.
Unsere Gruppe hat bereits eine Liste von Arbeitsgruppenvorschlägen bei der Regionalkonferenz eingereicht. Viele Vorschläge finden sich in der verabschiedeten Liste wieder, z.B. Arbeitsgruppen zu:

  1. Unabhängige Beschwerdestelle
  2. Nachsorge nach stationärem Aufenthalt
  3. Erstbehandlung bei Ersterkrankung
  4. Übergang von Jugendhilfe zur Erwachsenenpsychiatrie
  5. Angehörigenarbeit
  6. begleitete Arbeit für Erwerbsfähige u.a.

Für die konkrete Arbeit in diesen Arbeitsgruppen hoffen wir auf noch viele interessierte und versierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter.